Schutzbleche am Pierrot

Das Pierrot hab ich Euch ja bereist vorgestellt.

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Als alter Schutzblechfetischist hatte ich zunächst die SKS Speedrocker montiert. So richtig zufrieden war ich damit rein optisch aber nicht.
Am Basso fahre ich schon lange die Curana C-Lite. Die wirken etwas edler. Hinten wird das Blech aber nur von einem Strebenpaar gehalten.

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Das hat mich immer etwas geärgert, weil das Blech sich mit der Zeit nach oben biegt. Das sieht aber halt nur dann schön aus, wenn man eben nicht durchgucken kann🙂
An allen Bahnhofsrädern habe ich die SKS Bluemels montiert. Die sind gar nicht mal so schlecht: stabil, unauffällig, einfach zu montieren, halt nichts besonderes. Und in meiner Hybris dachte ich natürlich, das Pierrot bräuchte schon besondere Schutzbleche.
Wegen der kleinen Probleme mit den C-Lite und weil die Streben silbern sind und nicht so toll zu schwarzen Speichen passen, bin ich noch mal in mich gegangen und ins Internet…
… wo ich in dem etwas unüberschaubaren Angebot von SKS ein Paar Bluemels mit schwarzen Streben gefunden habe. Ich hatte den Eindruck, man könne sich nicht unbedingt darauf verlassen, auch das geliefert zu bekommen, was auf den Bildern zu sehen ist (schwarz/silbern, matt/glänzend). Die gelieferten waren dann aber tatsächlich glänzend schwarz mit schwarzen Streben.
Blieb also noch die Herausforderung, die Bleche an einem Carbonrahmen ohne entsprechende Befestigungspunkte anzubringen. Mir kam die Idee, dafür die Steckachsen zu verwenden. Auf der Suche nach geeigneten Schrauben mit zusätzlichen Innengewinden wurde ich bei Old Man Mountain fündig. Die Teile sind zwar eigentlich für die Befestigung von Gepäckträgern gedacht und somit leicht überdimensioniert. Sie machen aber einen sehr wertigen und trotzdem leichten Eindruck. Außerdem werden Teile mitgeliefert, mit denen man auch an einem Carbonrahmen an den Sattelstreben oder der Gabel Gepäckträger sicher abstützen kann. Auch das vielleicht etwas überdimensioniert, aber seht selbst. Vor allem die reißfesten Kabelbinder haben mir gut gefallen.

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Die Steckachsenschrauben haben auf beiden Seiten ein zusätzliches Innengewinde, in denen die Streben verschraubt werden können. Im Falle einer Reifenpanne ergeben sich zwei zusätzliche (De)Montageschritte, das sollte aber machbar sein. Nur die Schrauben und Unterlegscheiben sollte ich dann nicht verbummeln. Der Vorteil ist, dass die Streben genau im Mittelpunkt des Rades befestigt sind und somit die Streben ungefähr in der gleichen Flucht wie die Speichen, was gefälliger aussieht. Gerade bei Rädern mit Scheibenbremsen verlaufen die Streben sonst oft komplett anders (und optisch störend).

Mit Teilen aus der Restekiste und den mitgelieferten Blöcken bastelte ich eine Befestigung für die Gabelkrone. Nicht völlig unauffällig aber doch stimmig.

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Hinten das gleiche Spiel. Die Steckachsenschraube oder in dem Fall besser gesagt Steckachsenverlängerung trägt etwas dick auf. Da würde ich eventuell noch nach einer kleineren Lösung suchen wollen.

Am Rahmen stützt sich das Blech über dem Tretlager ab. Da hab ich einfach einen der mitgelieferten Klötze ans Blechende geschraubt und zwei Kabelbinder durchgezogen.

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Mit dem Ergebnis bin ich schon recht zufrieden. „Farblich“ passt das einigermaßen: Glänzende Schutzbleche zum glänzenden Rahmen, matt schwarze Streben zu den Speichen. Alles macht einen wertigen Eindruck und fällt wenig bis gar nicht auf. Für Puristen natürlich ein No-Go, aber für mich passt es.

Ein Gedanke zu “Schutzbleche am Pierrot

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