Eurobike 2019

So, die Eurobike ist wieder so wie früher, zur richtigen Zeit und mit Publikumstag. Ich durfte auch wieder hin und hier kommt mein ganz persönlicher Messerückblick.

Deuter
…ich versteh Euch nicht. Letztes Jahr (2018) hatte ich mich darüber geärgert, dass Ihr den Trans Alpine endlich so überarbeitet habt, dass er mir echt taugen würde…
…ich mir aber grad einen neuen Rucksack gekauft hatte…

..und dieses Jahr verschlimmbessert Ihr ihn wieder. Nach einem Jahr! Das praktische externe Multifunktionshelmfach ist wieder weg. Stattdessen sind da so zwei Plastikclipse, wo man den Helm an seinem offenen Kinnriemen einhängen soll. So sad!
Online findet man dazu leider noch keine Infos.

Johnny Loco

Sonst habe ich immer das für mich schönste Rad der Messe prämiert. Diesmal ist es das schönste Lastenrad, das Twin Cruiser von Johnny Loco aus den Niederlanden.
https://johnnyloco.com
Bislang hatten die nur ein Dreirad, den Cargo Cruiser. Dessen Rahmen besteht aus Stahl und nur die Kiste ist aus Aluminium gefertigt.
Entgegen meiner Hoffnung ist das Twin Cruiser komplett aus Aluminium, sieht aber trotzdem sehr klassisch schick aus. Technisch ist es mit Scheibenbremse, Seilzuglenkung und elektrischer Unterstützung auf dem neuesten Stand. Wobei ich mir mit den Seilzuglenkungen noch nicht ganz einig bin. Ich bin schon mehrere Modelle damit gefahren, unter anderem von Douze und ich hatte den Eindruck, dass die bisweilen etwas schwergängig sind. Hier konnte ich das nicht prüfen, anscheinend waren die bei den beiden Messemodellen ausgehängt.
Reminder: Nächstes mal Magnet mitnehmen, um immer gleich auf Stahlrahmen prüfen zu können.

Trelock

Am Stand von Trelock bin ich mit dem Personal dort ins Gespräch gekommen, die mir das neue FS 380 Trigo „verkaufen“ wollten. Die wichtigste Neuerung daran scheint die Gummischicht auf den Stäben zu sein. Das war wohl eine Kundenforderung, damit der Rahmen nicht beschädigt wird. Man kann darüber streiten, wie nötig das war. Hab ich nie vermisst.
Ich habe mehrere Vorgängermodelle im Einsatz. Eines davon mit Sägespuren. Das benutze ich natürlich weiterhin und freue mich jedesmal bei Schließen darüber, wie tapfer das durchgehalten hat. Die Leute von Trelock haben mich gebeten, davon ein Foto zu posten, was ich hiermit gerne tue 😉

Sigma

https://www.sigmasport.com/de/produkte/wearables/id-series/id-series/id-free#
Zur Zeit habe ich 7 Tachos von Sigma im Einsatz. Da kommt man ab und zu in Versuchung, sich über Alternativen zu informieren. Bei der neuen iD.FREE von Sigma wurde ich zumindest mal hellhörig. Eine Uhr, die schon fast eine Smartwatch ist und dafür gar nicht mal so teuer und die man mit Radsensoren koppeln kann. Könnte die nicht alle meine Tachos ersetzen und an meinem Handgelenk noch schick aussehen?
Letzteres kann sie und macht dabei auch einen wertigen Eindruck. Die Knöpfe sehen robust aus und lassen sich gut bedienen. Das Display lies sich zumindest in der grellen Messehallenbeleuchtung gut ablesen.
Aber die Befestigung am Lenkerhalter nur über das Armband sah für mich nicht so aus, als wollte ich das mehrmals am Tag machen. Für die Alltagsräder ist das nix. Ob ich sie vielleicht fürs Mountainbike, das Gravelbike und den Randonneur einsetzen möchte, da ist noch ein wenig Grübelarbeit vonnöten. Die Möglichkeit, mittels Komoot zu navigieren, käme mir jedenfalls entgegen.

Ortlieb

Bei Ortlieb wollte ich mir die „Packing Cubes“ anschauen. Das sind passgenaue Innentaschen für die Back-Roller, aber natürlich passen die auch in die Bike-Packer, die wir am Tandem im Einsatz haben. Die Packing Cubes machen einen sehr durchdachten wertigen Eindruck. Ob ich allerdings wirklich zweimal 39,99€ dafür ausgeben möchte, etwas mehr Ordnung in die Taschen zu bringen, weiß ich noch nicht. Außerdem erscheint mir das Konzept etwas unflexibel. Bisher nutzen wir einfache Beutel in beliebiger Größe und beliebigem Füllungsgrad und größere Brocken wie z.B. Jacken kommen einfach so rein in die Tasche.

Topeak

An meinem Stevens Sentiero musste ich noch Schutzbleche von drei unterschiedlichen Herstellern kombinieren, um zu einem optisch ansprechenden Ergebnis zu kommen.
Schutzbleche am Stevens Sentiero
Topeak schafft mit der D-Flash Serie Abhilfe mit einem Komplettpaket für Federgabel, Unterrohr, Hinterrad und Sattel. Das Blech fürs Hinterrad steht für meinen Geschmack aber zu steil ab. Ob man hinten beides braucht, glaub ich eher nicht.
Am Gravelbike habe ich einen Ass Saver, mit dem ich sehr zufrieden bin. Einen zusätzlichen Gurt zu Sicherung habe ich daran nie vermisst, den hat der D-Flash S.

Impressionen

Den Messeauftritt von Brooks fand ich etwas lieblos.

Ob ich mich auch mal mit dem Thema Bikepacking beschäftigen sollte?

Wobei manche Räder inzwischen wegen der vielen Befestigungsmöglichkeiten wie Warzenschweine aussehen.

Ob man sich bei Bianchi mit dem Namen einen Gefallen getan hat?

Zum Schluss das definitiv hässlichste Rad der Messe! #baddesign